Anabolika

Anabolika und anabole Steroide: Was Du wissen solltest

Trotz der Tatsache, dass Anabolika seit 1974 verboten sind, spielt das Thema weiterhin eine zentrale Rolle in den verschiedensten Bereichen des Sports. Nicht nur Bodybuilder haben mit den Problemen des Dopings zu kämpfen, auch andere Sportler wie Leichtathleten oder Fußballer müssen sich mit der Thematik auseinandersetzen. Besonders problematisch: die Verbotsliste gemäß des internationalen Standards umfasst jährlich neue Substanzen. Ohne Frage wirken sich Anabolika positiv auf die körperliche Konstitution eines Sportlers aus. Nicht zu vernachlässigen sind allerdings die – teils lebensbedrohlichen – Nebenwirkungen und natürlich die rechtlichen Rahmenbedingungen. Doch was genau sind eigentlich Anabolika? Und zählen anabole Steroide auch zu den verbotenen Substanzen im Sport?

Anabolika – ein kleiner Überblick

steroids-640x300

In den meisten Fällen sorgen Anabolika für eine verstärkte Proteinsynthese im Körper. Folglich kommt es zu einem verstärkten Aufbau von körpereigenem Gewebe, wobei insbesondere die Muskulatur betroffen ist. Oftmalig sorgen Anabolika für eine Gewichtszunahme: aufgrund von Wassereinlagerungen und aufgrund des Muskelaufbaus. Einige Anabolika sorgen parallel dazu für einen Ausgleich. In diesen Fällen kommt es zu einem nennenswerten Fettabbau trotz des gesteigerten Muskelaufbaus. Dadurch steigt das Körpergewicht nicht signifikant an. Für den gesteigerten Muskelaufbau ist auch die durch Anabolika verursachte, positive Stickstoffbilanz maßgeblich, welche für einen muskelaufbaufreundlichen Stoffwechsel sorgt. Im Großen und Ganzen kann gesagt werden, dass Anabolika eine anabole Wirkung, das heißt, eine körperaufbauende Wirkung, haben. Entscheidende Substanzen mit anaboler Wirkung sind unter anderem Wachstumshormone, selektive Androgenrezeptor-Modulatoren, Beta-2-Sympathomimetika und anabole Steroide. Letzteres zählt zu den begehrtesten Anabolika im Sport und wird daher noch einmal genauer beschrieben.

Anabole Steroide – die künstlichen Hormone im Sport

Bei den anabolen Steroiden handelt es sich um die synthetischen Abkömmlinge des männlichen Sexualhormons Testosteron. Ursprünglich wurden sie im zweiten Weltkrieg eingesetzt. Ziel war es, ausgehungerten und entkräfteten Kriegsgefangenen bessere Rekonvaleszenzen zu ermöglichen. Ferner wurden anabole Steroide bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt, beispielsweise bei einer Blutarmut. Nur kurze Zeit nach der Entdeckung fanden anabole Steroide auch im Sport – als unerlaubtes Dopingmittel – Anwendung. Hier wurden die synthetischen Mittel an gesunde Athleten verabreicht, um die Leistung derer zu steigern. Heutzutage ist die Einnahme anaboler Steroide ausschließlich zu medizinischen Zwecken, unter fachkundiger Beaufsichtigung, erlaubt. Beispielsweise bei einer Insuffizienz der Hoden, bei Wachstumsstörungen oder auch bei körperlicher Schwäche, die auf Alter oder Erkrankung zurückzuführen ist.

 

Police_Cops_Addicted_To_Steroids_Roid_Rage

Zwei mögliche Wirkungsweisen anaboler Steroide

Wie bereits im vorherigen Abschnitt erwähnt, basieren anabole Steroide hauptsächlich auf dem männlichen Sexualhormon Testosteron. Allerdings kann man bei dieser Art von Anabolika zwei verschiedene Wirkungsweisen unterscheiden. Zum einen die anabole Wirkungsweise und zum anderen die androgene Wirkungsweise.

+ Anabole Wirkungsweise der Steroide: Hier sorgt das synthetische Testosteron für eine Verbesserung des Proteinstoffwechsels. Dieser Effekt hat wiederum zur Folge, dass mehr Eiweiß innerhalb der Muskulatur aufgebaut und gespeichert werden kann. Damit das Muskelwachstum allerdings spür- und sichtbar eintreten kann, ist parallel zur Einnahme anaboler Steroide auch ein effektives und intensives Muskeltraining erforderlich. Ferner kann das Hormon für eine verbesserte Regenerationsfähigkeit des Konsumenten sorgen. Infolge dessen sind häufigere Trainingseinheiten und verringerte Pausen möglich.

+ Androgene Wirkungsweise der Steroide: Bei der androgenen Wirkung handelt es sich in den meisten Fällen um unerwünschte Nebeneffekte. Androgene Eigenschaften wirken sich beispielsweise auf die inneren und äußeren Geschlechtsorgane und auf die Psyche des Konsumenten aus. Vor allem für Frauen kann diese Wirkung ein großes Problem darstellen, da es hierbei zu einer zunehmenden “Vermännlichung” kommt. Zwar wird bei der synthetischen Herstellung der Steroide zunehmend darauf geachtet, androgene Wirkungsweisen auszuklammern, doch ist dies in der Regel nicht möglich. Hier findet sich bereits ein wesentlicher Grund, der dafür spricht, Anabolika wie anabole Steroide zu vermeiden. Stattdessen solltest Du lieber natürliche Produkte, wie Testosteron-Booster, als Alternative probieren.

Steroide kaufen? – Anabolika Nebenwirkungen nicht vernachlässigen

Für den einen oder anderen Sportler, insbesondere im Bereich Bodybuilding, mögen Anabolika und im Besonderen anabole Steroide, aufgrund ihrer positiven Wirkungsweisen, sehr reizvoll sein. Möglicherweise auch für Dich. Dennoch solltest Du die möglichen, gravierenden Anabolika Nebenwirkungen keinesfalls vernachlässigen. In der Regel variieren die bisher bekannten Anabolika Nebenwirkungen abhängig von der Dosis und der Einnahmedauer. Nachfolgend genannte Nebenwirkungen anaboler Steroide sind bis heute bekannt:

+ Leberschäden: Diese treten insbesondere bei der oralen Einnahme auf
+ fokal segmentale Glomerulosklerose: Hierbei handelt es sich um eine Gruppe chronischer Nierenerkrankungen, bei welcher insbesondere die Nierenkörperchen betroffen sind. Eine solche Nierenerkrankung verläuft in den meisten Fällen tödlich, wobei abhängig von der Schwere verschiedene Lebenserwartungen gegeben sind. Eine Dialyseabhängigkeit tritt innerhalb von drei bis zehn Jahren nach der Diagnose ein.
+ erhöhtes Krebsrisiko: Sofern die Einnahme anaboler Steroide über einen längeren Zeitraum erfolgt, steigt das Risiko an Krebs zu erkranken signifikant
+ Aggressionsverstärkung: Zu beobachten ist, dass sich Konsumenten von Anabolika zumeist deutlich aggressiver verhalten als Personen, die keinerlei Anabolika zu sich nehmen.
+ psychotische Episoden: Unter Umständen sind aufgrund der Einnahme von Anabolika psychotische Episoden in Form von Angstzuständen, Wahn oder Depressionen bis hin zum Suizid möglich.
+ vorübergehende Impotenz: Die Einnahme anaboler Steroide führt zu einem Androgenüberschuss. Infolgedessen tritt eine Hemmung der körpereigenen Testosteronproduktion ein, was wiederum zu einer Atrophie der Hoden führen kann.
+ erhöhter Blutdruck: Durch den Konsum der Anabolika wird die Ausscheidung verschiedener Elektrolyte vermindert, was einen Anstieg des Flüssigkeitsgehalts im Körper zur Folge hat. Darauf aufbauend kommt es zu einem erhöhten Blutdruck.
+ erhöhte Gefahr an Arteriosklerose zu erkranken: Jüngste Untersuchungen belegen, dass anabole Steroide das HDL-Cholesterin im Blut deutlich absenken. Folglich steigt die Gefahr, an einer Arteriosklerose oder anderen Herz- und Gefäßkrankheiten zu erkranken signifikant an.
+ Vermännlichung bei Frauen: hier vor allem die Stimme, aber auch die Geschlechtsorgane. Diese Nebenwirkungen sind irrevesibel, das heißt, sie können nicht rückgängig gemacht werden.

Gesetzeslage und mögliche Alternativen zum Thema Anabolika kaufen

In den meisten Staaten wird das Inverkehrbringen anaboler Steroide und anderer Anabolika strafrechtlich verfolgt. Gleiches gilt natürlich für das Thema Anabolika kaufen. Auch in Deutschland dürfen anabole Steroide nicht ohne ärztliche Aufsicht konsumiert werden. Die Steroide fallen unter das Arzneimittelgesetz und darüber hinaus unter die Arzneimittelverschreibungsverordnung. Das heißt, sie dürfen ausschließlich mit Rezept an den Endverbraucher ausgehändigt werden. Ärzte verordnen Anabolika jedoch nur sehr selten. Hier kommt das Nutzen-Risiko-Verhältnis, mit besonderer Sichtweise auf die Nebenwirkungen, zum Vorschein.

Um den Muskelaufbau dennoch effektiv zu unterstützen, gibt es auf dem Markt verschiedene Alternativen, die sich als Anabolika-Ersatz eignen. Hierbei handelt es sich ausschließlich um natürliche Präparate, die zum einen gesetzlich erlaubt und zum anderen frei von jeglichen Nebenwirkungen sind (ausgeschlossen sind Wechselwirkungen, Unverträglichkeiten oder Allergien gegenüber den Inhaltsstoffen). Sowohl aus Rechtssicht wie auch aus gesundheitlicher Perspektive sind diese Alternativen deutlich empfehlenswerter als synthetisch hergestellte Präparate. Die natürlichen Anabolika Alternativen wirken sich ebenso positiv auf den menschlichen Körper aus. Zumeist handelt es sich um sogenannte Testosteron Booster, die die körpereigene Testosteron-Produktion steigern. Beispielsweise Produkt mit Tribulus Terrestris. Von solchen Produkten solltest Du jedoch dann absehen, wenn es sich bei Dir um einen Wettkampfsportler handelt, der sich regelmäßigen Dopingkontrollen unterziehen muss. Denn Tribulus Terrestris führt zu einem positiven Testergebnis. Gleiches gilt für Anabolika-Alternativen wie Maca oder Guarana. Nichts desto trotz sind die genannten Anabolika-Alternativen legal, sollten jedoch im Wettkampfsport vermieden werden.